Die erste eigene Wohnung: Kosten, Infos & Tipps

Was kostet eine eigene Wohnung und wo finde ich sie?

Die erste eigene Wohnung ist etwas Besonderes. Gute Planung hilft dabei, das Budget nicht zu überlasten.

Zum ersten Mal die eigenen vier Wände zu beziehen, ist ein prägendes Erlebnis. Doch es sind nicht nur die Emotionen, die zählen, sondern auch die Kosten. Wie viel jemand in der Lage ist, zu investieren und wie hoch die monatlichen Ausgaben sein dürfen, hängt von individuellen Faktoren ab. Comparis hat für Sie zusammengestellt, was die eigene Wohnung kostet und worauf man sonst noch achten sollte.

Alle Kosten auf einen Blick

Grundsätzlich gilt, dass die Gesamtkosten für eine Mietwohnung inklusive Nebenkosten maximal 25 bis 30 Prozent des Netto-Einkommens ausmachen sollten. Viele Budget-Beratungen empfehlen daher, dass die Mietkosten nicht mehr als ein Viertel des Netto-Einkommens betragen sollten. Damit ist sichergestellt, dass die restlichen Kosten für die Lebenshaltung gedeckt werden können. Mit welchen Kosten gerechnet werden muss, haben wir im Folgenden – getrennt nach einmaligen und wiederkehrenden Kosten – anhand einer Beispielwohnung in einer Aufstellung summiert.

Beispielrechnung für eine 2.5-Zimmer-Wohnung in Winterthur

 

Einmalige Kosten in CHF
Mietkaution 3’810.00 (max. 3 Monatsmieten)
Einrichtung Individuell
Umzugswagen ca. 150.00/Tag

 

Wiederkehrende Kosten/Monat in CHF
Miete (exkl. Nebenkosten)
1'100.00
Nebenkosten (Heizung, Hauswart, etc.) 170.00
Strom/Wasser 60.00
Hausratversicherung 50.00
Billag-Gebühren 40.00
Internet &TV 79.00
Parkplatz/Garage (falls nicht vorhanden) 80.00
Monatliche Fixkosten für diese Wohnung 1’579.00

Dies sind Beispielangaben, die von den tatsächlichen Kosten abweichen können.

 

Wer wissen will, was ein fairer Mietpreis ist, sollte sich über die Mietpreise in der Gegend informieren. Hier finden Sie Miet- und Kaufpreise aus Inseraten der letzten 5 Jahre – das schafft einen Überblick, der hilft, die Angebote auf dem Markt richtig einzuschätzen. Je nach Wohnort kann sich auch die Steuerbelastung ändern – um einen Engpass zu vermeiden, sollten Rücklagen einkalkuliert werden. Ein Steuervergleich kann sich als lohnend erweisen.

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Auf Wohungssuche

Ist das Budget klar, geht’s an die Wohnungssuche: Komfortabel, zeitgemäss, passende Grösse; günstige Lage und Preisklasse. Aber auch die Frage nach Verkehrsanbindung, Einkaufsgelegenheiten, Freizeitangebot und Parkplatz dürfen nicht ausser Acht gelassen werden, wenn die Wohnung auch längerfristig zum Leben passen soll.

Einen Überblick über den Wohnungsmarkt in der Schweiz verschafft man sich am schnellsten online auf den zahlreichen Immobilien-Portalen. Sie müssen aber nur an einem Ort suchen: Die Immobilien-Suchmaschine von comparis.ch fasst die 16 grössten Online-Portale für Immobilien zusammen.

Bei der Entscheidung, in welcher Gemeinde man wohnen möchte, kann ein Steuervergleich berechnend unter die Arme greifen. Das gesellschaftliche Leben und das Freizeit-Angebot lassen sich auf den Websites der Kantone und Gemeinden erkunden. Apropos Gemeinden: Auch die Gemeindeverwaltungen führen oft aktuelle Listen verfügbarer Wohnungen. Und potenzielle Fundgruben sind auch die Immobilienteile der lokalen Tageszeitungen. Es lohnt sich zudem, auf Facebook und anderen Plattformen die Augen offen zu halten, oftmals werden auch dort Wohnungen ausgeschrieben.

Als zeitsparende Alternative kann ein Makler mit der Suche beauftragt werden. Hier muss man aber wissen, dass Schweizer Makler bei erfolgreicher Vermittlung üblicherweise eine Provision in Höhe einer Monatsmiete verrechnen.

 

 

Besichtigung und Wohnungsbewerbung

Wunschwohnung gefunden? Dann heisst es, als Bewerber eine gute Figur zu machen: Kommen Sie pünktlich zum Termin und treten Sie seriös und freundlich auf, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Nach der Besichtigung muss ein Bewerbungsformular ausgefüllt und zusammen mit dem Betreibungsauszug an den Vermieter retourniert werden. Oft ist auch ein Bewerbungsschreiben hilfreich, denn die Interessentenschaft ist – gerade in beliebten Wohngegenden – mitunter sehr gross. Noch mehr dazu und wie Ihre Chancen auf die Traumwohnung steigen, finden Sie im Artikel Tipps zur Wohnungsbewerbung.

Mietvertrag, Kaution und Versicherung

Geschafft, die Wohnung ist erobert. Was fehlt, ist der Mietvertrag. Den wird Ihnen der Vermieter zur Unterzeichnung vorlegen. Neben den Personalien sind darin auch Mietzins, Heiz- und Nebenkosten, Parkplatz oder Garagengebühren eingetragen. Überprüfen Sie alle Angaben genau, bevor Sie Ihre Unterschrift daruntersetzen.

Auch die Kaution wird üblicherweise im Mietvertag festgehalten. Die Höhe dieser Sicherheitsleistung kann ein bis drei Monatsmieten betragen und das Geld muss vor Mietbeginn auf einem Mietersperrkonto, lautend auf den Namen des Mieters, deponiert sein. Wenn beim Auszug aus der Wohnung keine Schäden festgestellt werden, die Sie verursacht haben, wird das Geld nach kurzer Zeit freigegeben und Sie können wieder frei darüber verfügen.

Reicht das Ersparte nicht für die geforderte Kaution, bleibt noch der Weg zu einer Versicherung. Mit dem Abschluss einer Mietkautionsversicherung müssen Sie kein Depot bei einer Bank hinterlegen, sondern zahlen jährlich die entsprechenden Gebühren an die Versicherung. Allerdings muss für den Abschluss einer Mietkautionsversicherung das Einverständnis des Vermieters eingeholt werden.

Stichwort Versicherung: Eine Hausratversicherung deckt Feuer, Einbruch-Diebstahl, Wasserschaden und Vandalismus ab und sollte unbedingt zu Mietbeginn abgeschlossen werden. Achten Sie darauf, dass die Versicherungssumme dem tatsächlichen Wert des Hausrates entspricht: Am besten ist es, eine Inventar-Liste mit Wertangaben des gesamten Hausrates zu erstellen. Die Prämien variieren; es lohnt sich daher, von verschiedenen Versicherungsgesellschaften Offerten einzuholen. Auch eine Privathaftpflichtversicherung sollte man unbedingt abschliessen. Sie schützt bei Schäden, die man anderen Personen oder deren Gegenständen zufügt, sowie bei unbegründeten Ansprüchen Dritter (z. Bsp. wenn man unrechtmässig angeklagt werden sollte).

 

 

Wohnungsübernahme und Umzug

Die Übergabe der Wohnung ist der letzte Schritt, bevor der Umzugswagen anrollt. Gemeinsam mit dem Vermieter wird das Übergabe-Protokoll erstellt – ein Formular, in dem alle Mängel aufgelistet werden. Das können beschädigte, verfärbte oder abgenutzte Wand- und Bodenbeläge sein, Kratzer an Küchenschränken und Türen und vieles mehr. Prüfen Sie die Wohnung selbst genau auf Mängel, bevor Sie das Protokoll unterzeichnen. Denn auch beim Auszug aus der Wohnung wird wieder ein solches Protokoll erstellt. Sind während Ihrer Mietzeit neue Schäden entstanden, kann ein Kostenanteil an Sie weiterverrechnet werden.

Der Umzug ist eine Herausforderung für sich. Es gilt, Autos und Helfer zu organisieren und nichts zu vergessen – eine detaillierte Umzugscheckliste ist unentbehrlich. Damit alles rechtzeitig organisiert werden kann, sollte die Planung unbedingt einige Wochen vor dem Zügeltermin beginnen. Und mit den Umzugstipps von Comparis kann auch der Umzugstag stressfrei über die Bühne gehen!

 


Fachredaktion


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