Hypothek ablösen – Aber richtig

5 Fehler, die man besser nicht macht, wenn man seine Hypothek ablöst

Mit wenig Aufwand viel Geld sparen.

Die Hypothekarzinsen sind in der Schweiz seit längerer Zeit auf einem historischen Tiefststand. Wegen der attraktiven Konditionen auf dem Hypothekarmarkt lohnt es sich jetzt ganz besonders, sich die Hypothekarfinanzierung nochmals genau anzuschauen. Denn wer weiss, wann die Zinsen wieder steigen werden. Wer seine Hypothek ablösen muss oder zu einem günstigeren Hypothekenanbieter wechseln möchte, sollte einiges beachten. Denn häufig lassen sich tausende von Franken sparen.

Fehler 1: Fristen verpassen

Hypotheken kann man nicht einfach per sofort künden. Meist sind Kündigungsfristen einzuhalten. Auch Festhypotheken müssen – trotz festgesetztem Enddatum – gekündigt werden. Wer nicht aktiv wird, muss mit Nachteilen rechnen. Einerseits kann man bei Verpassen der Kündigungsfrist nicht umgehend zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Andererseits wird die auslaufende Festhypothek in den meisten Fällen in eine (teurere) variable Hypothek umgewandelt.

Schauen Sie sich jetzt den Hypothekarvertrag an und setzen Sie sich eine Erinnerung in die Agenda. Am besten sieben Monate im Voraus. So haben Sie genug Zeit, sich um die Anschlussfinanzierung zu kümmern. Wenn nur ein Teil der Hypothek frei wird, kann die Hypothek nicht – oder nur gegen eine happige «Strafgebühr» – zu einem neuen Anbieter transferiert werden (siehe unten «Fehler 5»).

Fehler 2: Nicht vergleichen

Wir tun es bei den unterschiedlichsten Produkten: Preise vergleichen. Die Erfahrung zeigt, dass dies bei Hypotheken häufig nicht er Fall ist. Gerade bei Hypotheken lohnt es sich aber besonders, die Konditionen der verschiedenen Anbieter genau unter die Lupe zu nehmen. Denn über die gesamte Laufzeit einer Hypothek lassen sich schnell mehrere tausend oder gar mehrere zehntausend Franken sparen.

 

 

Fehler 3: Nicht verhandeln (lassen)

Die Zinsangaben der Finanzinstitute sind lediglich Richtwerte. Wer gut verhandelt, profitiert von günstigeren Zinskonditionen. Die tatsächliche Höhe der Zinsen hängt von verschiedenen Faktoren ab, z.B. von der finanziellen Situation des Kreditnehmers, von der Belehnungshöhe und vom Verhandlungsgeschick. Je nach Verhandlungsposition kann der Richtzins des Finanzinstituts noch erheblich gesenkt werden. So lassen sich nicht selten Festhypotheken mit zehnjähriger Laufzeit um 1 Prozent oder gar tiefer abschliessen (durchschnittlicher Richtwert per 1. März 2017: 1,55%). Dies entspricht einer Einsparung von über einem Drittel (!), und zwar für das genau gleiche Produkt.

Mit verschiedenen Hypothekenanbietern zu verhandeln ist natürlich mit grossem Aufwand verbunden. Wer den Aufwand scheut oder wenig Erfahrung damit hat, kann das Verhandeln auch einem Broker/Makler überlassen. HypoPlus, ein Partner-Service von comparis.ch, unterstützt Sie gerne beim Verhandeln mit den Anbietern.

 

 

Fehler 4: Nur Banken berücksichtigen

Nicht nur Banken vergeben Hypotheken, sondern auch Versicherungen, Pensionskassen und Anlagefonds. Wer also nur bei Banken die Zinsen vergleicht, schränkt sich unnötig ein. Häufig sind die Zinskonditionen bei Versicherungen und Pensionskassen sogar besser als bei den traditionellen Banken.

 

 

Fehler 5: Falsch tranchieren

Wer seine Hypothek in mehrere Tranchen aufgeteilt hat, wird seine Hypothek(en) nicht an einen neuen Hypotheken-Anbieter übertragen können. Ausser, der Hypothekarnehmer steigt vorzeitig aus dem Vertrag aus. Dies ist in aller Regel mit hohen Kosten verbunden. Je nach Situation kann sich ein vorzeitiger Ausstieg aber trotzdem lohnen. Wer nicht vorzeitig aussteigen möchte, sollte bei der Erneuerung einer Tranche folgendes beachten: Die aktuelle auslaufende Tranche sollte neu so definiert werden, dass alle Tranchen zum gleichen Zeit auslaufen. Nur so ist ein flexibler Anbieterwechsel ohne happigen Aufschlag gewährleistet.

Tipp: Tranchieren ist häufig keine gute Lösung, da man sich so an einen Anbieter bindet bzw. nur gegen einen hohen Preis den Anbieter wechseln kann. Eine Tranchierung empfiehlt sich nur dann, wenn Sie die auslaufende Tranche zum Ablauf hin auch amortisieren können. Dies stärkt Ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Finanzinstitut.


Fachredaktion


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