Hypothek

Erfolgreich mit Hypothekenanbietern verhandeln

TIPPS
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Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Bild: iStockphotos

Die Hypozinsen, die von Banken, Versicherungen und Pensionskassen veröffentlicht werden, sind in der Regel Richtzinsen. Wer gut verhandelt, kann die Zinsen noch erheblich senken. Denn wie viel man für eine Hypothek bezahlt, hängt nicht nur vom Objekt und der Bonität ab. Auch eine gute Gesprächsvorbereitung trägt massgeblich zu einem erfolgreichen Abschluss bei.

Verhandeln gehört im Hypothekargeschäft dazu, denn wie der Name «Richtzins» bereits sagt: Die ausgeschriebenen Hypozinsen sind nicht fix – es besteht Verhandlungsspielraum. Gute Karten am Verhandlungstisch hat, wer verschiedene Angebote vergleicht, mehrere Offerten einholt und in den Gesprächen mit den Anbietern vorbereitet ist. Zu einer guten Vorbereitung gehört auch ein übersichtliches und vollständiges Dossier.

Überblick dank mehreren Angeboten

Geben Sie sich nicht mit dem erstbesten Angebot zufrieden und schliessen Sie Ihre Hypothek nicht vorschnell ab. Denn bei Hypotheken zu verhandeln lohnt sich. Nur schon eine Zinsdifferenz von 0,2 Prozent bei zehn Jahren Laufzeit und einem Hypothekarvolumen von 500'000 Franken bedeutet eine Ersparnis von 10'000 Franken.

Viele Schweizer kontaktieren für eine Hypothek als erstes die Hausbank. Damit diese ihr Angebot auf einer realistischen Basis erstellen kann, sollte man ein vollständiges Dossier inkl. Immobilienbewertung vorlegen. Auch die persönliche finanzielle Situation hat einen Einfluss auf die Höhe des Hypothekarzinses. Je besser die Tragbarkeit und je tiefer die Belehnung, desto günstiger die Zinsen. Liegt das Angebot auf dem Tisch, holt man drei bis vier Gegenofferten von weiteren Banken, Versicherungen oder einer Pensionskasse ein.

Tipp: Signalisieren Sie den Anbietern, dass Sie mehrere Offerten eingeholt haben. Diese werden so eher bereit sein, Ihnen bei den Zinsen entgegenzukommen. 

Einen Überblick über die verschiedenen Finanzanbieter der Schweiz und ihre aktuellen Richtzinsen erhalten Sie hier.

Verhandeln lassen: bequem zum günstigen Zinssatz

Wer direkt bei den Hypothekenanbietern anfragt und eine individualisierte Offerte möchte, sieht sich in der Regel mit einem grossen Zeitaufwand konfrontiert. Allein schon die Terminkoordination mit den Anbietern ist nicht ohne. Deswegen auf Konkurrenzofferten zu verzichten, ist aber aufgrund des beträchtlichen Sparpotenzials nicht empfehlenswert.

Wer das zeitaufwändige «Vorsprechen» bei Finanzinstituten scheut, kann sich alternativ an einen professionellen Hypothekarvermittler wenden. Dieser übernimmt für Sie das Verhandeln mit den Finanzinstituten. Die Experten kennen die Angebote und Preise der Anbieter gut. Gleichzeitig profitieren Sie in vielen Fällen von Spezialkonditionen, Mengenrabetten und Exklusivangeboten, welche für Endkunden nicht direkt zugänglich sind. HypoPlus, ein Partner-Service von comparis.ch, übernimmt für Sie diese Verhandlungen zuverlässig und kostenlos.


 

Punkten Sie mit einem überzeugenden Dossier

Auch ein in vollständiges und übersichtliches Dossier trägt positiv zur Bankverhandlung bei. Ihr Kundenberater wird es Ihnen danken und sich besser auf die wirklich wichtigen Fragen konzentrieren können. Gleichzeitig werden Sie von den Finanzinstituten als Verhandlungspartner ernster genommen. Was ins Dossier gehört, finden Sie in unserer Unterlagen-Checkliste.

Wer bereits eine Hypothek hat, sollte rund sieben Monate vor Ablauf der Hypothek sein Dossier aktualisieren. Wenn Sie die notwendigen Unterlagen für die Ablösung nicht zusammentragen, werden Sie keine Offerten von anderen Anbietern einholen können und auch nicht von tieferen Zinsen profitieren. Denn die Hausbank braucht meistens keine (neuen) Dokumente und verlängert noch so gern, aber manchmal auch zu einem etwas höheren Zinssatz.