Corona

Coronavirus in der Schweiz – Fragen und Antworten

AKTUELLES
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Bild: iStock.com / Kira-Yan

Seit am 25. Februar 2020 das Coronavirus in der Schweiz angekommen ist, beantworten wir die wichtigsten Fragen, die in der sich rasch ändernden Lage auftauchen.

Fragen und Antworten: Krankenkasse

Wenn ich das Coronavirus habe, muss ich zwingend ins Spital oder kann ich mich auch zu Hause in die Quarantäne begeben?

Wer die typischen Symptome der Krankheit (COVID-19) wie Müdigkeit, Fieber und trockenen Husten aufweist, soll zu Hause bleiben und den Hausarzt bzw. ein telemedizinisches Zentrum anrufen. Wird der Verdacht einer Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) bestätigt, muss man getestet werden. Bestätigt das Labor eine Ansteckung, wird die erkrankte Person gemäss Vorgaben des kantonsärztlichen Dienstes isoliert. Bei sonst gesunden Menschen kann eine Infektion keine oder nur geringe Symptome hervorrufen. Dann genügt eine zehntägige Isolation daheim. Wer mit einer infizierten Person engen Kontakt hatte, sollte ebenfalls 10 Tage in Quarantäne.

Wer trägt die Kosten, wenn ich ins Spital oder in die Quarantäne muss?

Alle ärztlichen oder ärztlich angeordneten medizinischen Massnahmen werden von der Krankenkasse zu Lasten der Grundversicherung gedeckt. Dabei gilt die übliche Kostenbeteiligung (Franchise, Selbstbehalt und Spitalkostenzuschlag).
Schnelltests können neu auch ohne Symptome durchgeführt werden, etwa in Heimen oder am Arbeitsplatz. Wer einen Schnelltest ausserhalb der Testkriterien durchführt, muss ihn selbst bezahlen. Apotheken, Spitäler, Arztpraxen und Testzentren dürfen alle Schnelltests durchführen, die den Kriterien des BAG entsprechen.

Was ist der Unterschied zwischen Quarantäne und Isolation?

Das Bundesamt für Gesundheit unterscheidet zwischen Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne. Bei einer Selbst-Isolation hat die betroffene Person Symptome, die von einer Infizierung mit dem Coronavirus stammen könnten (zum Beispiel trockener Husten/Fieber). Damit die betroffene Person das Virus nicht auf andere überträgt – und solange es der allgemeine Gesundheitszustand zulässt – sollte diese Person zu Hause bleiben. Sie bleibt bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome in Selbst-Isolation, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind. Ihre engen Kontaktpersonen sollen ebenfalls für 10 Tage in Selbst-Quarantäne zuhause bleiben.

Die wichtigste Regel ist, dass Sie jeglichen Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Das BAG listet folgende wichtige Punkte auf ihrem Merkblatt auf:

Einpersonenhaushalt

  • Familienangehörige, Freunde oder ein Lieferservice sollen Ihnen Lebensmittel oder wichtige Produkte wie Medikamente vor die Haustür liefern.

Mehrere Personen in einem Haushalt

  • Die betroffene Person soll sich in einem Zimmer einrichten und stets die Türe geschlossen halten. Diese Person muss im Zimmer essen und jeglichen Besuch und Kontakt vermeiden. Das Zimmer darf nur wenn nötig verlassen werden.
  • Unbedingt die Hände regelmässig waschen oder desinfizieren.
  • Die erkrankte Person darf auf keinen Fall Haushaltsgegenstände wie Gläser, Tassen, Teller, Besteck, Handtücher oder Bettwäsche mit anderen Personen teilen. Die benutzten Haushaltsutensilien müssen sorgfältig im Geschirrspüler oder in der Waschmaschine gereinigt werden.
  • Kleider, Bettwäsche und Handtücher müssen regelmässig in der Maschine gewaschen werden.

Wo und wie lange muss ich in die Quarantäne?

Wenn eine Person erkrankt ist, müssen Personen aus dem engen Umfeld in die Quarantäne – wenn möglich findet diese in den eigenen vier Wänden statt. Das bedeutet, dass die Person für die vom Bundesrat empfohlene Dauer in der eigenen Wohnung bleiben muss und nicht vor die Türe darf. Dadurch soll die restliche Gesellschaft vor einer Ansteckung geschützt werden. Auch einkaufen gehen dürfen diese Personen nicht. Die Gemeinde ist zuständig, diese Personen zu versorgen.

Ab dem letzten Kontakt mit einer infizierten Person muss man in eine zehntägige Quarantäne. Diese kann nun mit einem negativen Testresultat ab dem siebten Tag beendet werden. Den Test muss man in diesem Fall selber bezahlen.

Wer sich nicht an die Quarantäneregelung hält, kann juristisch belangt werden.

Wer trägt die Kosten, wenn ich auf das Coronavirus getestet werde?

Der Bund übernimmt sämtliche Kosten sowohl für Tests auf Infektion mit dem Coronavirus, wie auch die serologischen Tests zum Nachweis von Antikörpern.

Tests können auch ohne Symptome durchgeführt werden, etwa in Heimen oder am Arbeitsplatz. Der Bund übernimmt die Kosten für Tests an Personen, die keine Symptome aufweisen, wenn diese im Rahmen von Massentests durchgeführt werden. Damit sollen besonders gefährdete Menschen etwa in Altersheimen besser geschützt werden. Weil die Hälfte aller Fälle ohne Symptome verläuft, sollen so mehr Ansteckungen entdeckt werden.

Wer einen Coronatest ausserhalb der Testkriterien durchführt, muss ihn selbst bezahlen. Apotheken, Spitäler, Arztpraxen und Testzentren dürfen alle Schnelltests durchführen, die den Kriterien des BAG entsprechen.

Welche Corona-Tests gibt es und wie funktionieren sie?

Eine Corona-Infektion ist mit unterschiedlichen Tests nachweisbar. Die Tests unterscheiden sich jedoch in Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Mit einem PCR-Test oder einem Antigen-Test wird eine akute Infektion überprüft. Mit einem Antikörper-Test wird eine vergangene Infektion nachgewiesen, weil Antikörper durch eine Immunreaktion entstehen.

Für einen PCR-Test wird eine Probe aus den Atemwegen genommen. Meistens wird für den Abstrich ein elastisches Wattestäbchen durch die Nase bis in den Rachenraum geschoben. In einem Labor wird die Probe für die sogenannte Real-time-Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) aufbereitet. Falls Erbmaterial des Virus in der Probe vorhanden ist, wird dieses mithilfe der PCR solange vervielfältigt, bis es nachweisbar ist und die Viruskonzentration bestimmt werden kann. Die Zahl dieser Zyklen wird mit dem ct-Wert (cycle threshold) angegeben. Je höher der ct-Wert ist, desto niedriger war die ursprüngliche Viruslast und vermutlich auch die Infektiosität. Äussere Umstände wie die Transportdauer der Probe können allerdings Einfluss auf den ct-Wert haben. Weil die Anzahl der Zyklen variiert, gibt es unterschiedlich viele falsch-positive und falsch-negative Resultate. Ein PCR-Test ist nur eine Momentaufnahme. Am nächsten Tag kann das Ergebnis schon anders sein. Ein negatives Testergebnis ist also kein Freibrief, auf Schutzmassnahmen zu verzichten.

Ein Schnelltest ist in der Regel ein Antigen-Test, der spezielle Protein-Bausteine des Coronavirus (SARS-CoV-2) nachweist. Bei einem Antigen-Test wird als Probe wie bei einem PCR-Test ein Abstrich aus dem Nasenrachenraum genommen, liefert wie ein Schwangerschaftstest innert 15 bis 30 Minuten das Resultat, kann auch in Apotheken durchgeführt werden und ist billiger als ein PCR-Test. Antigen-Tests sind sinnvoll, wenn keine Krankheitssymptome festgestellt werden. Sinnvoll sind sie in Spitälern und Pflegeheimen für Patienten, Bewohner, Personal und Besucher.

Mit einigen Tropfen Blut und einem Antikörpertest kann im Labor festgestellt werden, ob jemand in den vergangenen Wochen oder Monaten mit dem Coronavirus infiziert war. Wenn Antikörper gegen SARS-CoV-2 gefunden werden, war die getestete Person wahrscheinlich bereits mit dem Coronavirus infiziert, auch wenn sie keine oder nur milde Symptome hatte. Die Antikörper-Tests sind zwar ziemlich zuverlässig, liefern wie jeder andere Test aber auch falsche Ergebnisse, besonders wenn die Fallzahlen insgesamt niedrig sind. Zudem ist der Nachweis von Antikörpern kein Beleg für eine Immunität oder dafür, andere nicht mehr anstecken zu können.

Wer sicher sein will, sollte mit einem Testverfahren einen Zweittest machen lassen.

Warum wird in der Schweiz nicht mehr getestet?

Die Behörden empfehlen nur Personen mit Symptomen, sich testen zu lassen. Präventive Tests ganzer Bevölkerungsgruppen führen bereits viele Länder erfolgreich durch, weil viele infizierte Personen keine Symptome bemerken. Und diese Personen müssen identifiziert werden, wenn Infektionsketten noch konsequenter unterbrochen werden sollen. In der bündnerischen Bernina-Region wurden Mitte Dezember Massentests durchgeführt, inklusive Nachtestungen. Damit konnten auch infizierte Personen ohne Symptome identifiziert und die Fallzahlen zum Jahresende beinahe auf null gesenkt werden. Einige Kantone führen Massentests in Schulen durch, wo Infektionen festgestellt werden.

Neu empfiehlt der Bund deshalb Massentests in Altersheimen, an Schulen, in Hotels sowie an Arbeitsplätzen und übernimmt auch die Testkosten der symptomfreien Personen.

Was kann ich tun, wenn ich jemandem die Hand geben musste und dann krank werde?

Da keine gesetzliche Pflicht für die Verhaltensempfehlungen des BAG bestehen, können Sie auch niemanden haftbar machen. Es ist also wichtig und alles andere als unanständig, auf das Händeschütteln zu verzichten. Ebenso wichtig sind die anderen BAG-Empfehlungen wie, die Hände regelmässig zu waschen bzw. zu desinfizieren und ausserhalb der eigenen Wohnung einen Mindestabstand von 1.5 Metern einzuhalten. Es wird empfohlen eine Schutzmaske zu tragen, wenn man den Mindestabstand nicht einhalten kann.

Gibt es eine Corona-Versicherung?

Solche Versicherungen werden vor allem von Betrügern angeboten. Die medizinischen Leistungen sind mit der obligatorischen Krankenversicherung (Grundversicherung) abzüglich Kostenbeteiligung (Franchise und Selbstbehalt) gedeckt. Wer jetzt irgendeine andere Versicherung mit angeblicher Corona-Deckung abschliesst, sollte die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) lesen. Dort werden bei Neuabschlüssen aktuelle Schäden in der Regel ausgeschlossen.

Bin ich gegen Corona bereits versichert, obwohl die Police noch nicht da ist?

Wer jetzt irgendeine andere Versicherung mit angeblicher Corona-Deckung abschliesst, sollte die allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) lesen. Dort werden bei Neuabschlüssen aktuelle Schäden in der Regel ausgeschlossen. Die obligatorische Krankenversicherung ist die einzige Versicherung, welche ohne Karenzfrist sämtliche medizinischen Pflichtleistungen gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG) ab Vertragsabschluss übernimmt.

Ich hatte das Coronavirus und habe die Krankheit Gott sei dank ohne Komplikationen überstanden. Muss ich mich trotzdem an die Empfehlungen des Bundesrats halten?

Man kann im Moment tatsächlich davon ausgehen, dass man nach der Genesung für eine gewisse Zeit immun ist, obwohl es vereinzelt Leute gibt, die sich nach einer Genesung nochmals angesteckt haben. Es verbreiten sich zudem Virusmutationen. Es ist aktuell noch nicht klar, wie stark die Antikörper gegen die neuen Virusmutationen schützen. Sie und alle anderen Genesenen müssen die Regeln trotzdem einhalten, damit nicht der Eindruck entsteht, die Regeln gelten nicht mehr.

Darf der Arzt oder das Spital die höheren Kosten für Schutzmaterial verrechnen, weil dieses in der Corona-Krise knapp und deshalb teurer ist?

Die Verrechnung nach dem Ärztetarif (Tarmed) ist korrekt. Materialkosten, die höher als drei Franken sind, müssen von der Krankenkasse vergütet werden, abzüglich Franchise bzw. zehn Prozent Selbstbehalt, wenn der jährliche Franchisenbetrag bereits erreicht worden ist. Wenn die Leistung in der Arztpraxis oder im Spital mit einer Pauschale vergütet wird, ist es nicht erlaubt, Extrakosten zu verrechnen, egal ob diese Corona-bedingt sind oder nicht.

Muss ich die Corona-Impfung selber bezahlen?

Nein. Die Impfung von der Krankenkasse (Grundversicherung) übernommen, ohne Franchise bzw. Selbstbehalt. Gemäss dem Epidemiengesetz werden die nicht von der Krankenversicherung gedeckten Kosten von Bund und Kantonen getragen. Alle Impfungen werden somit mit unseren Krankenkassenprämien und Steuern bezahlt, wenn diese in kantonalen Impfzentren von qualifizierten Fachpersonen, oder anderswo von Ärzten oder Apothekern durchgeführt werden.
Hier gibt es weitere Informationen zur Corona-Impfung.

Ich bin 2020 an Corona erkrankt und fühle mich immer noch nicht gesund. Wo finde ich Hilfe? Sind meine finanziellen Sorgen berechtigt?

Leider fühlen sich zahlreiche Corona-Patienten noch Monate nach der Erkrankung nicht gesund. Viele leiden nach der Infektion an gesundheitlichen Beschwerden. Man spricht dann von sogenanntem Long Covid. Finden Sie hier in der Übersicht die Anlaufstelle in Ihrem Kanton. Long Covid ist eine Herausforderung für die Medizin und wird wie Schleudertraumata zu einer Belastungsprobe für die Invalidenversicherung und die Gerichte. Tauschen Sie sich mit anderen Long-Covid-Patienten aus, denn gemeinsam ist man stärker.

Was die finanziellen Sorgen betrifft, müssen Sie unterscheiden. Die Kosten für die medizinischen Behandlungen werden von der Krankenkasse (Grundversicherung) abzüglich Franchise und Selbstbehalt bezahlt. Wenn Sie nicht mehr oder nur noch reduziert arbeiten können, ist es wichtig, dass sich Krankenversicherung, Krankentaggeldversicherung und Invalidenversicherung absprechen. Leistungen der Krankentaggeldversicherung sollten kein Problem sein. Wenn Long Covid länger als zwei Jahre dauert, muss es einen Rentenentscheid der Invalidenversicherung geben. Das könnte wie bei Schleudertraumata schwierig werden.

Fragen und Antworten: Reisen und Veranstaltungen

Ich möchte wegen der Verbreitung des Coronavirus eine gebuchte Reise stornieren. Ist das möglich?

Sofern man eine Annullationskostenversicherung hat, ist ein Rücktritt von einer Reise ohne finanzielle Folge möglich. Voraussetzung ist, dass der Fall einer Pandemie oder Epidemie abgedeckt ist. Grundsätzlich ist es aber so, dass zuerst beim Leistungserbringer (Hotel, Fluggesellschaft) die Rückerstattung der Kosten eingefordert werden muss. Verläuft die Rückerstattung der Kosten beim Leistungserbringer erfolglos, kommt die Annulationskostenversicherung zum Zug. Die Versicherung prüft, ob der Anspruch gerechtfertigt ist. Eine Absage wegen eines mulmigen Gefühls alleine ist zwar möglich; allerdings trägt man die Kosten dann selbst. Auch Annullationskostenversicherungen zahlen in diesem Fall nicht. 

Wegen der Corona-Pandemie ist meine Pauschalreise abgesagt worden. Bekomme ich mein Geld zurück?

Reiseveranstalter haben grundsätzlich die Möglichkeit, einen Gutschein für eine spätere Reise zu geben, das Geld zurückzuerstatten oder die Reise zu verschieben. Ist die spätere Reise teurer, müssen Sie keinen Aufpreis bezahlen; ist sie günstiger, muss der Veranstalter Ihnen die Differenz auszahlen. Sie dürfen wählen, ob Sie den Gutschein oder die Rückerstattung wollen. In der aktuellen Lage müssen Sie Verständnis haben, wenn es etwas dauert. Hintergrund: Reisebüros bekommen das Geld von den Fluggesellschaften für abgesagte Flüge nicht sofort zurück.

Ich habe meine Ferien im Internet gebucht – Flug, Hotels, Mietauto etc. separat bezahlt. Bekomme ich mein Geld zurück?

In diesem Fall ist es komplizierter als bei der Pauschalreise. Sie müssen die Annullationsbedingungen bei jedem Anbieter separat einfordern und prüfen. Flugtickets, beispielsweise gekauft bei der Swiss, sind teilweise rückerstattbar. Dabei kommt es auf die Rückerstattungsregel an. Ein Ticket, das keinerlei Rückerstattung gewährt, kann nicht annulliert werden, sofern der Flug stattfindet. Hier finden Sie das Rückerstattungsformular der Swiss. 

Eine Umbuchung ist grundsätzlich gebührenfrei möglich. Hier finden Sie die Umbuchungsbedingungen der Swiss.

Bei Veranstaltern wie Hotels oder Mietwagen ist in einem ersten Schritt abzuklären, ob Sie die volle oder teilweise Rückvergütung erhalten. Erfahrungsgemäss zeigen sich Veranstalter kulant. Für Inhaber von Annullationskostenversicherungen gilt: Die versicherte Person muss sich immer zuerst an den Reiseveranstalter wenden und dort die Reise annullieren und eine Annullationskostenabrechnung verlangen. Der Versicherer erstattet die Differenz, sofern es sich um ein versichertes Ereignis handelt. Gewisse Versicherer zahlen, selbst wenn sie dazu laut den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) nicht verpflichtet wären. 

Ich habe meine Reise aus Angst vor dem Coronavirus bereits vor der Krise annulliert. Habe ich Pech oder bekomme ich nun doch noch Geld zurück?

Da haben Sie schlechte Karten. Es gelten die Annullationsbedingungen. Versuchen können Sie es trotzdem, denn einige Veranstalter sind nun kulanter als sonst.

Was soll ich beachten, wenn ich jetzt eine Reise plane oder buchen möchte?

Seit dem 15. Juni sind die Länder für den EU- und EFTA-Raum wieder geöffnet. Erkundigen Sie sich im Vorfeld, welche Bestimmungen im Zielland gelten. Wer eine Reise bucht, sollte nach Möglichkeit eine Pauschalreise wählen. In diesem Fall ist der gesetzliche Schutz wegen des Bundesgesetzes über Pauschalreisen besser. Mit Vorteil buchen Sie bei Leistungserbringern, die bis kurz vor Reiseantritt eine kostenlose Stornierung erlauben.

Wer noch keine Annullationskosten-Versicherung hat, kann beim Buchen die meist von den Veranstaltern offerierten Reiseversicherungen in Erwägung ziehen. Allerdings lohnt sich hier der Blick ins Kleingedruckte: Der Fall von Pandemien und Epidemien sollte abgedeckt sein. Beachten Sie zudem: Gewisse Versicherer schliessen Risiken im Zusammenhang mit Corona für Neukunden aus. Comparis erstellte dazu kürzlich eine Analyse.

Seit Donnerstag, 29. Oktober 2020, gilt die Quarantänepflicht bei der Rückreise aus Ländern, in denen die 14-Tage-Inzidenz um 60 positiv Getestete auf 100’000 Einwohner höher ist als die aktuelle Inzidenz in der Schweiz. Weil die Inzidenz in der Schweiz hoch ist, sind viele Länder von der Schweizer Quarantäneliste verschwunden.

Einreisende aus Staaten mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko müssen bei ihrer Einreise einen max. 72 Stunden alten, negativen PCR-Test vorweisen oder in Quarantäne. Diese beträgt 10 Tage und kann mit einem negativen Test am 7. Tag verkürzt werden.

Personen, die per Flugzeug aus Ländern einreisen, die nicht zu den Risikogebieten zählen, müssen beim Einstieg ins Flugzeug vor der Rückreise einen negativen Test vorweisen.

Informieren Sie sich vor einem allfälligen Auslandsaufenthalt, ob sich Ihre Zieldestination auf der Liste des BAG befindet. Für Grenzregionen und Grenzgänger gelten besondere Regeln.

Je nach Zielland ist Quarantäne oder ein negatives Corona-Testergebnis erforderlich. Deutschland hat die gesamte Schweiz zum Risikogebiet erklärt. Die Reisewarnung gilt ab dem 24. Oktober. Wer nach Deutschland einreist und sich innerhalb von 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, muss ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder für 14 Tage am Zielort in Quarantäne gehen. Das Nichtbefolgen der Regeln hat eine Busse zur Folge.

Bundesländer wie beispielsweise Baden-Württemberg wenden die sogenannte 24-Stunden-Regel an. Wer aus einem Risikogebiet einreist und sich weniger als 24 Stunden im Bundesland aufhält, muss kein negatives Testergebnis vorweisen.

Nach der Entdeckung einer neuen, ansteckenderen Variante des Coronavirus in Grossbritannien und Südafrika hat der Bundesrat am 21. Dezember 2020 Massnahmen beschlossen, um die weitere Ausbreitung der neuen Virusvariante möglichst zu verhindern. Alle Personen, die seit dem 14. Dezember 2020 aus den beiden Ländern eingereist sind, müssen sich für zehn Tage in Quarantäne begeben. Der Bundesrat hat zudem per 21. Dezember 2020 ein grundsätzliches Einreiseverbot für alle Ausländerinnen und Ausländer beschlossen, die aus Grossbritannien und Südafrika in die Schweiz einreisen wollen. Damit sind insbesondere touristische Reisen aus diesen Ländern ausgeschlossen.

Wer zahlt, wenn ich irgendwo fest sitze und nicht zurück in die Schweiz kann?

Schweizerinnen und Schweizer sind grundsätzlich für Ihre Rückkehr selber verantwortlich. Zusatzkosten für Hotels oder für den Rückflug gehen zu ihren Lasten. Handelt es sich um eine Pauschalreise, hilft das Reisebüro bei der Organisation der Rückkehr. Teilweise werden Kosten für Zusatzübernachtungen übernommen. Teilweise übernehmen auch Annullationskostenversicherungen die Kosten bis zu der vertraglich vereinbarten Versicherungssumme.. 

Was muss ich beachten, wenn ich in die Schweiz einreise?

Alle Personen müssen vor der Einreise in die Schweiz das elektronische Einreiseformular ausfüllen (pro Person ein Formular). Für Kinder oder unmündige Personen kann das Formular durch eine mitreisende oder obhutsberechtige Person ausgefüllt werden. Ausgenommen von der Pflicht sind Personen im regionalen Grenzverkehr.

Ich habe eine Hochzeit mit vielen Gästen geplant, wer zahlt mir die daraus ‘verlorenen’ Kosten wenn ich die Hochzeit aufgrund Notstand absagen musste?

Verfügen Sie über eine Hochzeits- oder Eventversicherung müssen Sie bei Ihrer Versicherungsgesellschaft abklären, ob Kosten im Zusammenhang mit Epi- und Pandemien versichert sind. In der Regel ist dies nicht der Fall. Eine Hochzeit absagen ist meist teurer als verschieben. Verfügen Sie über eine Annullationskostenversicherung mit Familiendeckung können Sie zumindest die entstandenen Kosten für allfällig gebuchte Reisen im Zusammenhang mit der Hochzeit für Sie und jene Personen im selben Haushalt bei der Versicherung anmelden, sofern ein Versicherungsschutz für Epi- und Pandemien besteht. Im Vorfeld müssen Sie aber auf die Veranstalter zugehen und um Rückerstattung der Kosten bitten.

Kann ich jetzt noch eine Reiseversicherung abschliessen?

Ja, das kann man immer. Für bereits gebuchte Reisen greift die Versicherungsdeckung indes nicht. Grundsätzlich ergibt eine Reiseversicherung für teure Ferien und/oder Vielreisende Sinn.Es lohnt sich, eine Versicherung zu wählen, die Risiken im Zusammenhang mit Epi- und Pandemien versichert und keine spezifische Ausschlüsse für Corona oder Covid-19 vornimmt. Comparis erstellte dazu kürzlich eine Analyse.

Ich habe Tickets für eine Veranstaltung, die jetzt wegen des Virus nicht stattfindet. Erhalte ich den Ticketpreis zurück?

Grundsätzlich müssen Veranstalter den Ticketpreis zurückerstatten. Die Veranstalter arbeiten derzeit diverse Lösungen aus. Am besten konsultieren Sie die Homepage des Veranstalters. Innerhalb der «Reiseversicherung» kann es vorkommen, dass Veranstaltungstickets bis zum vertraglich vereinbarten Betrag mitversichert sind, auch wenn sie nicht Teil eines ganzen Reisearrangements sind. Comparis erstellte dazu kürzlich eine Analyse.

Erkundigen Sie sich am besten direkt bei Ihrer Versicherung. Ebenfalls können Sie beim Veranstalter nachfragen, ob das Ticket zurückerstattet wird.

Falls Ihr Ticket nicht zurückerstattet wird, können Sie sich beim Konsumentenschutz, unter info@konsumentenschutz.ch, Stichwort «Ticketrückerstattung», melden.

Zahlt die Ticketversicherung, die man beim Ticketkauf für drei Franken abschliessen kann, die Ticketkosten der Veranstaltung, wenn diese wegen des Virus ausfällt?

Bei einer Ticketversicherung bekommt man den Ticketpreis in der Regel nur dann erstattet, wenn man wegen Krankheit (beispielsweise Coronavirus), Ausfall oder Verspätung des ÖVs oder eines Unfalls oder einer Panne auf der Hinreise nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Wenn die Veranstaltung wegen des Veranstaltungsverbots des Bundes abgesagt wird, wird der Ticketpreis laut den Versicherungsbedingungen nicht zurückerstattet.

Welche Obergrenzen gelten bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen und spontanen Treffen?

Per 18. Januar 2021 dürfen sich max. fünf Personen treffen. Im Familien- und Freundeskreis dürfen sich per 1. März im Freien bis zu 15 Personen treffen. Erlaubt sind ebenso sportliche und kulturelle Aktivitäten (ohne Körperkontakt).

Gemeindeversammlungen und Sitzungen von Parlamenten und ihren Kommissionen sind weiterhin erlaubt, auch Unterschriftensammlungen für Referenden und Initiativen. An Gottesdiensten dürfen weiterhin bis zu 50 Personen teilnehmen. Die nötigen Schutzmassnahmen sind verbindlich.

An Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis im privaten Raum dürfen maximal 10 Personen teilnehmen.

Hochschulen haben seit Montag, 2. November, auf Fernunterricht umgestellt. Präsenzunterricht bleibt in den obligatorischen Schulen sowie an den Gymnasien und Berufsfachschulen erlaubt.

Spontane Menschenansammlungen von mehr als 5 Personen in der Öffentlichkeit sind drinnen und draussen verboten.

Bei allen Veranstaltungen und spontanen Treffen gilt die Maskentragpflicht, ausser wenn man isst oder trinkt.

Fragen und Antworten: Wohnen und Umzug

Ob Ihr Umzug trotz der Corona-Krise stattfinden kann und wie Sie dabei vorgehen müssen, beantwortet Comparis in diesem Artikel rund um das Thema Wohnen und Umzug

Fragen und Antworten: Hypotheken

Wie wirkt sich die Krise auf Hypothekarzinsen aus? Oder was für Veränderungen könnten langfristig bei den Immobilienpreisen auftreten? Lohnt sich eine Immobilieninvestition während der jetzigen Situation? Comparis hat rund um das Thema Corona und Hypotheken Fragen und Antworten für Sie gesammelt.

Fragen und Antworten: Mobilität

Ich brauche für die kommende Zeit ein Auto. Welche Möglichkeiten habe ich?

Wer schnell ein Auto braucht, sich jedoch nicht an langfristige Verträge binden lassen will, ist mit einem Auto-Abo gut bedient. Dabei gibt es das Fahrzeug inklusive Versicherung, Service, Reparaturen, Reifen, Steuern und sogar Vignette zu einem monatlichen Fixpreis. Ausserdem ist man bei einem Auto-Abo im Vergleich zum Leasing nur an eine kurze Mindestlaufzeit gebunden. Wenn Sie das Auto also in ein, zwei Monaten nicht mehr brauchen, können Sie es mit einer Kündigungsfrist von 30 Tagen wieder zurück geben. Verschiedene Anbieter liefern die Fahrzeuge direkt nach Hause.

Kann ich mein Fahrzeug aktuell zum Service oder für eine Reparatur in die Garage bringen?

Ja, das ist möglich. Werkstätten bleiben, wie schon im letzten Frühjahr, geöffnet. Das gilt nicht nur für Auto-, sondern auch für Motorrad- und Velowerkstätten. Vereinbaren Sie jedoch in jedem Fall einen Termin, um Wartezeiten vor Ort zu vermeiden. Die Übergabe von Fahrzeug und Schlüssel geschehen nach Möglichkeit kontaktlos. Einige Garagisten bieten zudem einen Bring- und Holservice.

Haben die Strassenverkehrsämter derzeit geöffnet?

Strassenverkehrsämter sind Teil der Verwaltung und haben wie gewohnt geöffnet. Dennoch ist es ratsam, die Geschäfte, wenn immer möglich, online oder auf dem Postweg zu erledigen. Informationen zu den Ämtern finden Sie auf der Website des Strassenverkehrsamts in Ihrem Wohnkanton.

Fragen und Antworten: Finanzen und Vorsorge

Spezifische Fragen zu Privatkrediten finden Sie in unserem Zusatzartikel.

Warum erholen sich die Aktienmärkte derart schnell und wie nachhaltig ist diese Entwicklung?

Nach dem Kurssturz im vergangenen März erholen sich die Börsen wieder deutlich und haben teilweise sogar Rekordwerte erreicht. Ob es sich dabei um eine nachhaltige Erholung oder eine sogenannte Bärenmarktrally handelt, wird sich erst später zeigen. Die Bärenmarktrally beschreibt eine starke Kurserholung im Rahmen einer übergeordneten Abwärtsbewegung. Angetrieben werden die Märkte derzeit vom sukzessiven Ausstieg aus dem Lockdown, von staatlichen Hilfspaketen und somit von der Hoffnung auf eine rasche Erholung der Wirtschaft weltweit. Getragen werden die Börsen weiterhin von tiefen Zinsen. Diese Zuversicht kann aber schnell in Enttäuschung umschlagen, sollte die Pandemie nicht wie geplant eingedämmt werden können.

Ich habe meine Säule-3a-Vorsorge in Aktien angelegt, die jetzt deutlich verloren haben. Soll ich jetzt verkaufen?

Die Historie zeigt: Investitionen in Aktien rentieren längerfristig besser als andere Anlageformen, wie zum Beispiel das klassische Sparkonto. Auch in der Vergangenheit gab es kräftige Kursverluste an den Börsen, die aber im Laufe der Zeit immer wieder aufgeholt wurden. Wer übrigens regelmässig kleinere Beträge spart, kann Kursschwankungen besser ausgleichen. Fachleute nennen das den Durchschnittskosteneffekt. Das heisst: In Phasen sinkender Kurse werden mehr Aktienanteile erworben als in Zeiten steigender Kurse. Das reduziert das Risiko, einen schlechten Einstiegszeitpunkt zu erwischen und Gefahr zu laufen, für das ganze angelegte Vermögen einen zu hohen Preis zu bezahlen.

Fragen und Antworten: Digital

Wie häufig soll ich mein Smartphone reinigen?

Wir tippen mehrere Hundert Mal pro Tag auf unseren Handys. Darum tümmeln sich dort einige Keime und Bakterien. Nicht nur wegen des Coronavirus – aber insbesondere deswegen – sollten Sie Ihr Handy regelmässig reinigen. Das sollten Sie täglich ein- bis zweimal machen. Am besten nehmen Sie dazu ein Putztuch mit warmen Wasser und etwas Abwaschmittel und reinigen Ihr Telefon sanft. Trocknen Sie es anschliessend mit einem Tuch und benutzen Sie etwas Desinfektionsspray. Benutzen Sie keine zu starken Reinigungsmittel, da diese die fettabweisende Schicht auf dem Display zerstören können.

Allgemein gilt:

  • Legen Sie Ihr Handy nicht auf einen Keimherd – also nicht auf der Toilette oder im Zug auf einen Tisch.
  • Reinigen Sie das Smartphone ein bis zweimal täglich.
  • Geben Sie das Handy wenn möglich nicht aus der Hand.

Die Telecom-Provider liefern dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) Mobile-Tracking-Daten. Ist das legal?

Ja, die Analyse von Mobildaten ist laut Bundesrat wichtig, um das Verhalten der Bevölkerung zu überprüfen. Das BAG kann so feststellen, ob die Anweisungen eingehalten werden. Es handelt sich nicht um Echtzeitdaten und auch nicht um Personendaten. Im BAG darf nur eine Person auf diese Daten zugreifen. Kein Dritter werde diese Daten je zu sehen bekommen, verspricht der Bundesrat.

Wie funktioniert eine Tracking- bzw. Tracing-App und muss man sie installieren?

Seit dem 25. Juni 2020 steht die SwissCovid Tracing App zum Download bereit. Die «SwissCovid»-App wird Alarm geben, wenn man pro Tag während mindestens 15 Minuten näher als anderthalb Meter bei einer infizierten Person gewesen ist. Die infizierte Person muss dafür natürlich das positive Testergebnis mit einem Code in der App melden. Bei der Vergabe der sogenannten Covid-Codes durch die Contact-Tracing-Zentren der kantonalen Gesundheitsämter ist es wiederholt zu Verzögerungen gekommen. Seit Laboratorien, Mitarbeitende der Infoline, Testzentren, testende Ärzte sowie Apotheker solche Codes ausstellen dürfen und damit die kantonalen Gesundheitsämter entlasten, konnten die Verzögerungen verringert werden. Ebenfalls tragen Antigen-Schnelltests dazu bei, die Warnkaskade zu beschleunigen.

Die Entwicklung haben massgeblich Forscher der Eidgenössischen Technischen Hochschulen Lausanne (EPFL) und Zürich (ETHZ) vorangetrieben. Mit der App können Personen gewarnt werden, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren und sich selber testen lassen. Die Daten werden datenschutzkonform anonymisiert und dezentral auf dem Smartphone gespeichert. Das Konzept der dezentralen, anonymen Datenauswertung direkt auf den Smartphones der Benutzer haben inzwischen auch Google und Apple übernommen und die Funktion direkt in ihre mobilen Betriebssysteme integriert.

Die Nutzung der SwissCovid-App ist in der Schweiz freiwillig. Über 90 Prozent der Menschen haben hierzulande ein Smartphone und die Bluetooth-Funktion für Smartwatches oder Kopfhörer aktiviert. Viele werden den persönlichen Nutzen einer Tracing-App erkennen. 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung sollten die App nutzen, damit sie eine gute Wirkung erzielt. Auch bei einer geringeren Nutzerzahl - zur Zeit sind es rund 2 Millionen Personen - können zusammen mit den Schutzvorschriften des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Ansteckungen mit dem Coronavirus ohne Lockdown auf einem Niveau unter einer Ansteckung pro Person gehalten werden.

Ich habe die SwissCovid-App auf meinem Smartphone installiert und bin positiv getestet worden. Werden nun Leute, die in meiner Nähe waren, automatisch gewarnt?

Nein. Wird eine Person, welche die SwissCovid-App heruntergeladen hat, positiv auf SARS-CoV-2 getestet, gibt sie mit der Eingabe eines Freischaltcodes (Covid-Codes) eine Warnung an diejenigen Nutzerinnen und Nutzer der SwissCovid-App ab, mit denen sie während der potenziell infektiösen Zeit physisch in Kontakt stand (während mindestens 15 Minuten innerhalb eines Tages, bei Abstand von 1,5 Metern oder weniger). Seit dem 18. November 2020 können alle Gesundheitseinrichtungen, die Zugriff auf das Codeverwaltungssystem haben, einen Covid-Code generieren. Das betrifft Laboratorien, Mitarbeitende der Infoline, Testzentren, testende Ärzte sowie Apotheker.

Weitere Fragen und Antworten

Können sich meine Haustiere (Hunde, Katzen, …) mit dem Coronavirus anstecken?

Eine Ansteckung und Übertragung von Katzen und Hunden konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Wissenschaftler schätzen das Risiko als sehr gering ein. Wenn ein Haustier zusammen mit einer am Coronavirus erkrankten Person in derselben Wohnung lebt, kann es sich möglicherweise mit dem Virus anstecken oder kontaminiert werden. Die Tiere selber zeigen keine Krankheitssymptome, das heisst sie erkranken nicht.

Das BAG empfiehlt allen Tierhaltern, die wegen des Virus isoliert zu Hause sind, den Kontakt mit den Haustieren zu vermeiden und eine gesunde Person die Tiere betreuen zu lassen. Hunde und Katzen aus einem Quarantänehaushalt müssen nicht speziell gebadet oder desinfiziert werden. Für alle gilt: Hände waschen nach dem Kontakt mit einem Tier.

Muss ich die Kita-Betreuung zahlen, wenn die Kita ausfällt oder wenn ich mein Kind freiwillig daheim betreue?

In den Kantonen, wo die Eltern die Kinder freiwillig daheim betreuen, müssen sie den Elternbeitrag bezahlen. Denn die Kitas habenganz normal geöffnet und die Fixkosten wie Löhne oder Miete müssen weiter bezahlt werden. Gemäss Bund ist die finanzielle Unterstützung Sache der Kantone und Gemeinden. Weitere Informationen: «Verband Kinderbetreuung Schweiz».

Diverse Freizeitaktivitäten (Karate-Kurse, Fussball, Musikschule etc.) konnten nicht stattfinden. Die Veranstalter lieferten teilweise Info-Material, damit die Kurse zuhause weitergehen können. Müssen unter diesen Voraussetzungen die Kursgebühren weiter bezahlt werden?

Der Vertrag beruht auf Leistung und Gegenleistung. Hat der Kunde die Kurskosten bereits bezahlt, kann aber die Leistung des Kursanbieters nicht oder nicht vollständig (Info-Material mit Anleitungen) in Anspruch nehmen – aus Gründen, die keiner von beiden zu verantworten hat – hat er Anspruch auf Rückerstattung oder teilweise Rückerstattung des bezahlten Betrags. Der Anbieter kann diesbezüglich in seinen AGB oder im Vertrag Präzisierungen und Differenzierungen vornehmen. Im konkreten Fall muss ein Teil der Kursgebühren bezahlt werden.

Die Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen sind seit dem 1. März wieder offen. Jugendliche und junge Erwachsene bis 20 Jahre können den meisten sportlichen und kulturellen Aktivitäten wieder nachgehen.

Wo muss ich eine Hygienemaske tragen?

Seit dem 29. Oktober gilt die Maskenpflicht auch für die Aussenbereiche von Einrichtungen und Betrieben. Neu gilt eine Maskenpflicht in Schulen ab der Sekundarstufe II und seit dem 18. Januar 2021 auch am Arbeitsplatz, wenn mehr als eine Person im Raum ist. Dort, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern im öffentlichen Raum nicht eingehalten werden kann, muss eine Maske getragen werden. Kinder bis zu zwölf Jahre müssen keine Masken tragen, Fachpersonen, die diese Kinder betreuen oder unterrichten, auch nicht, wenn die Distanz eingehalten werden kann. Über 12 Jahre alte Personen, können aus medizinischen Gründen von der Maskentragpflicht befreit werden.

Verstösse gegen die Maskenpflicht können gestützt auf das Epidemiengesetz mit einer Busse von bis zu 10 000 Franken bestraft werden. Ein Ladenbesitzer kann dabei selber entscheiden, ob er Anzeige erstatten will. Die Polizei dagegen hat eine Anzeigepflicht.

Hygienemasken schützen primär die anderen Menschen und nur in geringem Mass die Person, die sie tragen, ist die bundesrätliche Begründung. Deshalb komme die Maske nur ergänzend zu den Distanz- und Hygieneregeln zum Einsatz. Die Branchen sind verpflichtet, die Wiedereröffnung der einzelnen Betriebe mit Schutzkonzepten zu begleiten.

Muss ich FFP-2-Masken tragen?

Das BAG empfiehlt das Tragen von FFP2- Masken in der breiten Bevölkerung nach wie vor nicht. Im angrenzenden Ausland wie Deutschland oder Österreich ist das Tragen der FFP-2-Maske indes Pflicht. Die FFP2-Maske wurden ursprünglich für Arbeiter auf dem Bau hergestellt. Sie schützen vor Feinstaub und zeigen eine Filterleistung von mindestens 94 Prozent. Der Schutz gegen Viren ist somit stärker als bei herkömmlichen Masken.

Wo können Masken eingekauft werden?

Detailhändler, Apotheken und Online-Shops verkaufen einerseits einfache Hygienemasken. Es handelt sich dabei nicht um Medizinalprodukte. Solche Hygienemasken sind für den täglichen Gebrauch in den Geschäften oder im Öffentlichen Verkehr für den Schutz ausreichend, sofern sie den Anforderungen der «National COVID-19 Science Task Force» des Bundes entsprechen. Andererseits sind CE-markierte Masken wie etwa Masken vom Typ I oder Typ IIR auf dem Markt erhältlich. Diese sind fürs Pflegepersonal oder Ärzte vorgesehen und bieten ebenfalls entsprechenden Schutz. Mit einem Herstellerzertifikat wird bezeugt, dass diese Masken den ISO-Normen für Medizinprodukte entsprechen.

Bevorzugen Sie in jedem Fall von der EMPA getestete Produkte oder solche mit einem Herstellerzertifikat.

Dürfen Masken selber hergestellt werden?

Der Bundesrat rät davon ab, Textilmasken selber herzustellen. Industriell gefertigte Textilmasken sollen den Empfehlungen der Science Task Force Covid entsprechen bzw. sollten Testex zertifiziert sein.

Wie kann ich mich von der Maskentragpflicht befreien?

Wer aus medizinischen Gründen keine Schutzmaske tragen darf, braucht ein Attest eines Arztes / einer Ärztin, einer Psychotherapeutin / eines Physiotherapeuten. Ein Attest darf nur dann ausgestellt werden, wenn dies für die betreffende Person angezeigt ist. Diese Regelung soll verhindern, dass Gefälligkeitsattests für Maskenverweigerer ausgestellt werden.

Werden Geschäfte gebüsst, die sich nicht an die Corona-Vorschriften halten?

Ja. Wer gegen das COVID-Verbot von Veranstaltungen verstösst, kann mit einer Geldstrafe oder mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden. Auch die gegenwärtigen Vorschriften im Bereich des Verkaufs fallen unter dieses Veranstaltungsverbot.

Welche Massnahmen gelten in welchen Kantonen?

In der ganzen Schweiz gelten per 9. Januar 2021 dieselben Basisregeln. Ausgenommen sind Skigebiete, weil die Transportanlagen Teil des nicht von den Schliessungen betroffenen öffentlichen Verkehrs sind.
Veranstaltungen sind mit bestimmten Ausnahmen verboten, sportliche und kulturelle Aktivitäten sind nur noch in Gruppen bis fünf Personen erlaubt.

Müssen wir jetzt wieder wie im ersten Lockdown zu Hause bleiben?

Die neue Corona-Verordnung vom 12. Dezember 2020 verlangt nicht ausdrücklich zu Hause zu bleiben. Der Bundesrat zählt auf die Eigenverantwortung: Je weniger wir mit anderen Menschen physische Kontakte pflegen, desto eher bekommen wir die Pandemie in den Griff. Deshalb dürfen sich zu Hause per 18. Januar 2021 in privaten Haushalten maximal fünf Personen treffen. Kinder werden mitgezählt. Familien ab fünf Personen dürfen niemanden einladen. Im Freien sind Treffen im Familien- und Freundeskreis seit dem 1. März mit bis zu 15 Personen erlaubt.

Darf ich ins Restaurant?

Vom 22. Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 sind Restaurants und Bars geschlossen. Offen bleiben dürfen nur Betriebskantinen, Schulkantinen in obligatorischen Schulen sowie die Restauration für Hotelgäste. Erlaubt bleiben auch Take-away-Angebote und Lieferdienste.

Darf ich bei mir zu Hause zu einer Party einladen?

Nein. Per 18. Januar dürfen sich max. fünf Personen zu Hause treffen. Kinder werden mitgezählt. Familien ab fünf Personen dürfen niemanden einladen. Treffen im Familien- und Freundeskreis im Freien sind mit bis zu 15 Personen seit dem 1. März wieder erlaubt. «Verschieben Sie das Familientreffen auf bessere Zeiten», empfiehlt der Bundesrat.

Darf ich in meinem Quartier im Freien einen Apéro organisieren?

Das ist faktisch nicht mehr möglich. Per 18. Januar 2021 dürfen an Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis, drinnen nur noch fünf Personen, draussen seit dem 1. März höchstens 15 Personen teilnehmen, egal aus wie vielen Familien. Kinder werden mitgezählt. Der Bundesrat empfiehlt, solche Anlässe zu verschieben.

Welche Regeln gelten in der Familie?

Besuche – auch der Grosseltern – sind nicht verboten. Der Bundesrat appelliert an die Eigenverantwortung: Die Distanz- und die Hygieneregeln müssen zwingend eingehalten werden. Intensive Kontakt zwischen Grosseltern und Enkeln bzw. Kontakte zu vulnerablen Familienmitgliedern sind zu begrenzen. Es dürfen sich drinnen max. fünf, draussen seit dem 1. März max. 15 Personen treffen. Haushalte mit fünf oder mehr Personen dürfen drinnen keinen Besuch empfangen.

Dürfen wir unsere Kinder zu den Grosseltern bringen?

Ja. Die Distanz- und die Hygieneregeln müssen eingehalten werden. Wer vulnerable Menschen schützen will, reduziert intensive Kontakte zwischen Grosseltern und Enkeln. Per 18. Januar 2021 dürfen sich im Familien und Freundeskreis drinnen max. fünf, draussen seit dem 1. März max. 15 Personen treffen. 

Müssen Schulkinder und Lehrer in der Schule Masken tragen?

Kinder unter 12 Jahren müssen keine Masken tragen, ihr Lehr- und Betreuungspersonal auch nicht.

Muss mein Kind mit Husten in die Schule?

Nein. Kinder mit Husten oder anderen Coronasymptomen sollen nicht in die Schule gehen und auch nicht mit anderen Kindern spielen.

Darf ich noch Sport treiben?

Draussen darf man Sport treiben, wenn man Masken trägt oder der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Fitnesscenter sind wie Restaurants vom 22. Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 geschlossen. Sportarten mit Körperkontakt (z.B. Fussball, Hockey, Basketball, Kampfsportarten, Tanzsport) sind nur für Profis erlaubt. Es dürfen maximal 5 Personen gemeinsam trainieren.
Sportaktivitäten von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren sind ohne Einschränkungen erlaubt.

Dürfen wir in die Skiferien?

Seit dem 22. Dezember 2020 braucht jedes Skigebiet eine kantonale Bewilligung und bekommt diese nur, wenn die epidemiologische Lage das erlaubt. Voraussetzung ist, dass im jeweiligen Kanton die Kapazitäten für die Tests, das Contact Tracing und die Hospitalisation der Corona-Patienten ausreichen. Masken sind obligatorisch, der Mindestabstand beim Anstehen ebenfalls. Geschlossene Transportmittel dürfen nur zu ⅔ gefüllt werden. Die Restaurants sind geschlossen. Take away mit Konsum im Freien ist erlaubt. Der Bundesrat weist darauf hin, dass offene Restauranterrassen auch ohne Bedienung nicht erlaubt sind und appelliert an die Kantone diese illegalen Zustände zu beenden. Die Kantone müssen die Schutzkonzepte kontrollieren und dem Bund berichten.

Gilt der Mindestabstand auch in Läden?

Ja, den Mindestabstand von 1,5 Metern sollte man überall einhalten, wo das möglich ist. In Läden gilt zusätzlich wie in allen öffentlich zugänglichen Innen- und stark frequentieren Aussenräumen die Maskentragpflicht. In Läden darf sich max. ein Kunde pro 10 Quadratmeter aufhalten.

Ist Singen tatsächlich verboten?

Ja, ausserhalb des Familienkreises und der obligatorischen Schulen ist das Singen in Innenräumen und im Freien verboten.

Wann kann ich mich gegen Corona impfen?

Das BAG kündigt erste Impfungen ab Januar 2021 an und geht davon aus, dass bis Mitte Jahr alle gegen COVID-19 geimpft sind. Hier gibt es weitere Informationen zur Coronaimpfung.

Sind Museen und Bibliotheken offen?

Läden, Museen, Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen können ab 1. März wieder öffnen. Erlaubt sind kulturelle Aktivitäten in Kleingruppen und von unter 16-jährigen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 20 Jahre. Verboten sind Veranstaltungen mit Publikum, online ist alles erlaubt.
Bibliotheken sind für die Ausleihe geöffnet. Nutzer müssen sich möglichst kurz in der Bibliothek aufhalten. Die Sitzgelegenheiten müssen weggeräumt oder gesperrt werden. Kaffee-Ecken, Arbeitsplätze und PC-Stationen für Kunden sind geschlossen. Lesesäle sind seit dem 1. März wieder offen. Zeitschriften werden nur noch ausgeliehen. Tageszeitungen werden nicht mehr angeboten.

Welche Geschäfte sind offen?

Läden, Museen, Aussenbereiche von Sport- und Freizeitanlagen sind seit dem 1. März wieder offen. Es gelten die jeweiligen Schutzkonzepte und Maximalbelegungen.

Werde ich gebüsst, wenn ich mich nicht an die Corona-Massnahmen halte?

Wenn bestimmte Corona-Massnahmen nicht eingehalten werden, können seit dem 1. Februar Ordnungsbussen in der Höhe von 50 bis 200 Franken verhängt werden. Gebüsst werden kann, wer im öffentlichen Verkehr sowie in den Bahnhöfen und an den Haltestellen oder vor öffentlich zugänglichen Einrichtungen keine Maske trägt, an unzulässigen Veranstaltungen teilnimmt oder einen verbotenen privaten Anlass organisiert.

Die wichtigsten Links zur aktuellen Lage

  • BAG: aktuelle Informationen
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) liefert auf dieser Seite täglich neueste Informationen zum Stand der Verbreitung des Coronavirus und zu Gegenmassnahmen.

  • Reiseinformationen des EDA
  • Wer eine Reise plant, kann sich auf der Seite des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) über die aktuelle Situation im Zielland informieren. Es gibt dort einen Schwerpunkt zum Coronavirus.

  • WHO zur weltweiten Lage
  • Die Weltgesundheitsorganisation bündelt alle Informationen über die Verbreitung von Corona in einem Dashboard. Dieses liefert aktuellste Fallzahlen zu Infizierten und Todesopfern.


Sporteinrichtungen aller Art, Casinos, Jugendtreffpunkte oder Bowling- und Billiardcenter sowie Erotikbetriebe sind geschlossen.
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