Schweizer Smartphone-Markt bald gesättigt

comparis.ch zur Verbreitung von Tablets und Smartphones


69 Prozent der Schweizer und damit umgerechnet rund 4,3 Millionen Personen haben ein Smartphone. Die rasante Verbreitung der mobilen Alleskönner wird jedoch schon in naher Zukunft ausgebremst, der Markt ist offenbar gesättigt. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdienstes comparis.ch. Dominiert wird der Markt nach wie vor von Apples iPhone. Stark zunehmender Beliebtheit erfreuen sich auch Tablets. Bereits vier von zehn Schweizern besitzen einen solch tragbaren Mini-Computer.

Zürich, 19. Februar 2014 – Die rasante Verbreitung des Smartphones in der Schweiz stösst nach Jahren des Wachstums allmählich an ihre Grenzen: Im vergangenen Jahr stieg der Anteil der Smartphone-Besitzer in der Bevölkerung von 58 auf aktuell 69 Prozent, wie eine repräsentative Telefon-Umfrage des Marktforschungsinstituts Link im Auftrag von comparis.ch ergab (siehe Kasten). Verglichen mit Anfang 2012 sind es sogar 21 Prozentpunkte mehr. Doch die Smartphone-Verbreitung wird sich nun erstmals deutlich verlangsamen. Basierend auf der Frage, ob das nächste Gerät (wieder) ein Smartphone sein wird, ergibt sich, dass der Anteil nur noch bis 75 Prozent steigen wird (siehe Grafik).

Smartphone gewinnt bei «Silver Surfern»
«Der Zenit ist bald erreicht. Der bald gesättigte Smartphone-Markt zeigt, dass immerhin einem Viertel der Schweizer ein normales Handy ausreicht», sagt Ralf Beyeler, Telecom-Experte von comapris.ch. Unter den jungen Schweizern im Alter von 15 bis 29 Jahren sind mehr als neun von zehn Befragten im Besitz eines Smartphones. Die Generation 50plus holt deutlich auf. 43 Prozent der 50- bis 74-Jährigen – der sogenannten «Silver Surfer» – sind mittlerweile mobilfunktechnisch auf der Höhe der Zeit, vor einem Jahr waren es erst 32 Prozent.

Apple bleibt Schweizer Smartphone-König
Die Schweiz bleibt weiterhin ein iPhone-Land. Während Android-Geräte längst mehr als drei Viertel des Weltmarkts beherrschen, vertrauen in der Schweiz 56 Prozent auf das iPhone. Das Android-Betriebssystem findet sich auf 39 Prozent der Smartphones. Weiterhin bedeutungslos sind Windows-Phones mit 4 Prozent. Die Aufteilung bleibt damit im Vergleich zu Anfang 2013 im Wesentlichen unverändert.

Mit Blick auf ihr nächstes Gerät ist für 10 Prozent der Smartphone-Nutzer bereits entschieden, dass sie das Betriebssystem wechseln wollen. 24 Prozent lassen ihre Entscheidung noch offen. 64 Prozent wollen ihrem jetzigen System treu bleiben. Als Hauptgrund dafür, auf ein anderes Betriebssystem umsteigen zu wollen, nennen viele ihre Unzufriedenheit mit der Leistung ihres aktuellen Geräts. Nur 2 von 100 Smartphone-Nutzern wollen sich kein neues Smartphone mehr zulegen.

Rasanter Aufstieg des Tablets zum Massenprodukt
Der Siegeszug der Tablets setzte sich im vergangenen Jahr in der Schweiz fort. Inzwischen besitzen 39 Prozent aller Schweizer einen solch flachen, tragbaren Computer mit Touch-Screen. Vor einem Jahr waren es 27 Prozent und vor zwei Jahren 14 Prozent. Damit haben aktuell 2,4 Millionen Menschen in der Schweiz ein Tablet. «Es ist unglaublich, dass eine neue Geräteart innert weniger Jahre den Massenmarkt erobert», sagt Experte Beyeler und erinnert daran, dass Apple bei der iPad-Lancierung belächelt wurde.

Dominiert wird das Tablet-Geschäft weiter von iPads. Der Marktanteil der Apple-Produkte liegt bei 64 Prozent. Anders als bei den Smartphones konnten die Android-Geräte bei den Tablets mit einer Steigerung von 18 auf 23 Prozent aufholen. Das Windows-Betriebssystem ist auf 9 Prozent aller Geräte installiert.

Grafik: Anteil der Smartphone- und Tablet-Besitzer in der Schweiz

Quelle: comparis.ch


Methode
In einer repräsentativen Telefon-Umfrage befragte das Marktforschungsinstitut Link im Januar 1213 Personen. Die Befragten waren im Alter von 15 bis 74 Jahren und kamen aus allen Sprachregionen. Die Smartphone-Studie wurde zum dritten Mal durchgeführt. Aufgrund des jährlichen Turnus ermöglicht sie, Marktentwicklungen abzulesen. Neben dem Status quo liefert sie auch Prognosen.

 

 

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