Sicherheit

Hitzefalle Auto: Gefahr für Tier und Mensch

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Das Auto kann für Hunde und Kinder zur Hitzefalle werden. Bild: iStock / chapin31

In einem parkierten Fahrzeug steigt die Innentemperatur rasant an. Herrschen draussen bereits 20° Celsius, wird das Auto nach einer Stunde zur Hitzefalle. Klettert das Thermometer hingegen auf über 30° Celsius, so droht bereits nach zehn Minuten ein Hitzeschlag und im schlimmsten Fall der Hitzetod für Mensch und Tier. Wie eine Recherche zeigt, gilt es bei der Rettung aus dem Fahrzeug deshalb einige Regeln zu beachten.

Gefahr wird unterschätzt

Regelmässig schockieren im Sommer Nachrichten über Hunde, die im Auto ums Leben kommen. Man liest auch immer wieder von Eltern, die ihre Kinder im Auto lassen – viel zu oft mit tödlichem Ausgang. Der triviale Grund: Der Temperaturanstieg im Innenraum eines Autos wird oftmals unterschätzt. Daher kann man sowohl Eltern als auch Hundebesitzer nicht oft genug auf die fatalen Folgen hinweisen.

Kleinkinder und Hunde sollten möglichst nicht allein im Auto gelassen werden – weder bei kurzen Stopps, noch wenn das Fahrzeug im Schatten parkiert wurde. Denn bereits nach wenigen Minuten kann das Auto zur Hitzefalle werden.

Wichtig: Die Situation wird auch durch leicht geöffnete Fenster nicht entschärft.

Verhalten im Notfall

Sieht man ein Kind oder Tier, welches in einem Auto eingesperrt ist, so sollten Sie schnellstmöglich helfen. Aus rechtlicher Sicht gilt es bei der Rettung jedoch Folgendes zu beachten: Die Fahrzeugscheibe darf nicht einfach eingeschlagen werden. Stattdessen muss zunächst sichergestellt werden, dass der Fahrer des Fahrzeugs nicht in der Nähe ist. Ist dies nicht der Fall, muss umgehend die Polizei verständigt werden. Vor dem Eintreffen sollte nur im äussersten Notfall gehandelt werden. Falls ein vorzeitiges Eingreifen notwendig ist, muss gegenüber der Polizei und Versicherung jederzeit der Beweis erbracht werden können, dass dies unumgänglich war. Es sollten folglich Fotos oder Videos gemacht werden.

Konnten Sie das Auto öffnen, muss das Kind oder der Hund in den Schatten gelegt, langsam mit feuchten Tüchern heruntergekühlt und wenn möglich mit Flüssigkeit versorgt werden. Es ist auf jeden Fall ein Notarzt respektive Tierarzt beizuziehen.

Tipp zum Verreisen

Auch bei langen Autofahrten sollte man beachten, dass im Fahrzeug schnell hohe Temperaturen herrschen, sofern man die Klimaanlage nicht im Dauerbetrieb hat. Die Comparis-Experten empfehlen deshalb: Verreisen Sie im Sommer im Auto mit Kindern oder Tieren, sollte Sie diese aufmerksam beobachten, genügend Pausen eingelegen, Frischluft zuführen sowie jederzeit darauf achten, dass Mensch und Tier genügend Flüssigkeit zu sich nehmen.

 

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