Wenn Arzt-, Spital- oder Medikamentenkosten entstehen, müssen sich die Versicherten
an den Kosten beteiligen, das heisst einen Teil der Kosten selbst bezahlen.
Die Kostenbeteiligung besteht aus der
Franchise und aus dem
Selbstbehalt
(in der Regel 10% der die Franchise übersteigenden Kosten). Ausgenommen von Franchise und Selbstbehalt sind Leistungen bei Unfällen nach UVG (Bundesgesetz über die Unfallversicherung) und Mutterschaft. Alle Arbeitnehmer, die mehr als 8 Stunden pro Woche bei einem einzelnen Arbeitgeber arbeiten, sind von diesem gegen Unfälle versichert.
Beispiel
Ein Versicherter hat eine Franchise von CHF 300 und in einem Kalenderjahr Kosten für
Arzt und Medikamente von CHF 2400:
Arztrechnungen
|
|
| a) Dr. Müller |
CHF |
1300 |
| b) Dr. Meier |
CHF |
700 |
c) Medikamente Generika Originalmedikamente |
CHF CHF |
200 200 |
| |
|
| Total |
CHF |
2400 |
| |
|
|
|
|
Krankenkassenabrechnung
|
|
| Ihre medizinischen Kosten: |
CHF |
2400 |
| - |
Franchise |
CHF |
300 |
| |
Zwischensumme für Selbstbehalt |
CHF |
2100 |
- - - |
10% der Arztrechnungen* 10% der Generika 20% des
Originalmedikamentes |
CHF CHF CHF |
170 20 40 |
| |
|
| Die Krankenkasse übernimmt |
CHF |
1870 |
| |
|
|
|
* Annahme: Die Arztrechnungen konsumieren die Franchise von 300 Franken. Das
heisst: Der Selbstbehalt von 20% für die Originalmedikamente kommt voll zum
Tragen.
|
|