Mit hoher Franchise über 1500 Franken sparen

Felix Schneuwly,
Krankenkassen-Experte bei comparis.ch

Freitag, 26. Oktober 2012 - Krankenkasse

Dieser Tage erhalten Herr und Frau Schweizer die Prämienausweise für das nächste Jahr von ihrer Krankenkasse. Für viele Versicherte steigen die Prämien moderat. Ein Schock in Form einer massiven Prämienerhöhung im zweistelligen Prozentbereich ist die Ausnahme. Trotzdem: Auch dieses Jahr lohnt es sich, die eigene Versicherungssituation zu überprüfen. Neben einem Wechsel der Versicherung oder des Versicherungsmodells sollte man vor allem das Anpassen der Franchise in Betracht ziehen.

Bei der Franchise ist das Sparpotenzial enorm. Für die höchste Franchisen-Stufe sieht das Krankenversicherungsgesetz einen Maximalrabatt von 1540 Franken vor. Allerdings ist der Rabatt nicht risikofrei. Erhöht man die Franchise, muss man im Krankheitsfall mehr aus dem eigenen Portemonnaie bezahlen. Bei der höchsten Franchise von 2500 Franken belaufen sich die Kosten, die man maximal selber bezahlen muss, auf 3200 Franken. Bei der Grundfranchise sind es nur 1000 Franken.

Das Erhöhen der Franchise lohnt sich somit nur, wenn man mit tiefen Gesundheitskosten rechnet. Wie hoch die erwarteten Gesundheitskosten sein dürfen, damit sich eine hohe Franchise lohnt, zeigt der Franchisen-Rechner von comparis.ch. Zudem ist das Erhöhen der Franchise nur sinnvoll, wenn man im Krankheitsfall die anfallenden Rechnungen bezahlen kann.

Übrigens: In der Regel lohnt sich nur die tiefste Franchisen-Stufe, bei hohen Gesundheitskosten, oder die höchste Franchise, bei tiefen Gesundheitskosten.

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  • Tipp für Leute, die knapp bei Kasse sind.

    Maximal 70 Prozent der Wahlfranchise dürfen die Krankenversicherer ihren Kunden als Prämienrabatt weitergeben. Wer knapp bei Kasse ist, sollte diesen Rabatt auf bis Ende Jahr auf die Seite legen und ihn erst dann brauchen, wenn er ihn nicht für medizinische Leistungen gebraucht hat.

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