Hohen Versandkosten ein Schnippchen schlagen

Ralf Beyeler,
Fachredaktor Detailhandel
Dienstag, 21. August 2012 - Detailhandel
Im europäischen Ausland ist vieles günstiger als hier in der Schweiz. Das gilt auch für den Onlineversand. Dafür sind die Versandkosten aber oft dermassen hoch, dass einem das Einkaufsglück schnell wieder vergeht.
Die einfachste Lösung für dieses Problem bieten Frankreich und Österreich. In diesen Ländern können sich Kunden die Lieferung postlagernd an eine Poststelle schicken lassen. Dank privaten Firmen kann man sich hohe Versandkosten aber auch in Deutschland sparen. Bestimmte Unternehmen in deutschen Grenzorten bieten für Bestellungen Postfächer zur Miete an. Liefern lassen kann man sich Pakete, Briefe und je nach Anbieter auch Möbel oder sogar Fahrzeuge. Beispiele für solche Firmen sind LAS Burg, versanddepot.ch oder fairpreis24. Niederlassungen gibt es in Weil am Rhein, Konstanz, Rheinfelden, Laufenburg und weiteren Grenzorten.
Das Postfach kann man online eröffnen. Sobald die Lieferung beim Lagerort eingetroffen ist, benachrichtigt die Firma den Kunden. Die Abholfristen variieren zwischen einer Woche bis zu einem Monat. Die Ware abholen kann der Kunde zu normalen Geschäftsöffnungszeiten.
Die Preise sind je nach Unternehmen verschieden. Für kleinere Pakete bis zwei Meter zahlt man zwischen 3 bis 10 Euro pro Tag der Aufbewahrung. Grössere Pakete und Sperrgut kosten etwas mehr. Im Vergleich zur Postlieferung nach Hause ist das sehr günstig. Die Zoll-Gebühren für kleinere Sendungen sind da jetzt allerdings auch gesenkt worden. Weiterer Vorteil: wer die Ware abholt, kann beim Verzollen bis zu einem Gegenwert von 300 Franken die volle Mehrwertsteuer abziehen.
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