Donnerstag, 16. August 2012 - Kommunikation
Die Ferien sind längst vorbei und man schwärmt noch von den erholsamen, sonnigen Tagen am Strand im fernen Land. Doch die Freude ist vorbei, sobald eine hohe Handy-Rechnung über mehrere tausend Franken eintrudelt.
Ein grosses Problem ist vor allem die Nutzung des mobilen Internets im Ausland – das sogenannte Datenroaming. Viele Kunden sind sich nicht bewusst, wie viel teurer das Surfen im Ausland ist. In der Schweiz kostet eine übertragene Datenmenge von 100 MB selten mehr als 10 Franken. Im europäischen Ausland dagegen fallen für diese Datenmenge je nach Anbieter bis zu 1560 Franken an. Einige Kunden nutzen ihr Smartphone in den Ferien auch intensiver als daheim. Sie navigieren über Google Maps oder hören schweizerische Radiosender über das Internet.
Erhält man eine solche Rechnung, so sollte man sofort mit seinem Netzbetreiber Kontakt aufnehmen. In vielen Fällen lohnt es sich, mit dem Anbieter zu verhandeln und dabei hartnäckig zu bleiben. Hält die Firma an der Forderung fest, so sollte man eine Schlichtung bei der Ombudsstelle für Telekommunikation – Ombudscom – beantragen. Dieses Verfahren ist für den Kunden kostenlos.
Hohe Rechnungen können insbesondere Orange-Kunden ins Haus flattern. Es gibt Fälle, in denen Orange-Kunden erst informiert wurden, nachdem bereits Kosten in Höhe von 5‘000 Franken entstanden waren. Leider warnt Orange die Kunden nicht, wenn derart hohe Kosten anfallen. Die allerwenigsten Kunden sind wohl bereit, gegen einen Monatslohn für das Surfen im Ausland zu bezahlen. Daher wäre eine Warnung angebracht.
Dass es auch anders geht, beweisen Swisscom und Sunrise: Überschreitet ein Privatkunde durch das Surfen im Ausland die Limite von 200 Franken (Swisscom) bzw. 300 Franken (Sunrise), wird das Datenroaming automatisch gesperrt. Dies ist eine sehr gute und kundenfreundliche Lösung.
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