Freitag, 24. August 2012 - Kommunikation
Ab 1. September 2012 verrechnet Orange eine Gebühr für die Papierrechnung. Eine einfache Rechnung kostet 2 Franken im Monat. Die ausführliche Variante mit detaillierter Auflistung der geführten Verbindungen hingegen hohe 5 Franken. Orange ist der erste Schweizer Mobilfunk-Anbieter mit einer Gebühr für die Papierrechnung. Weder Swisscom noch Sunrise kennen solche Gebühren.
Wer sich für eine Online-Rechnung entscheidet, kann diese auf der Website von Orange abrufen. Alternativ erhält man die Rechnung als PDF-Datei per E-Mail oder direkt im eigenen Online-Banking als sogenannte E-Rechnung.
Das Vorgehen von Orange ist wenig kundenfreundlich. Wenn gewisse Kunden weiterhin Papierrechnungen wollen, ist dies ein völlig berechtigtes Anliegen. Besonders unangebracht ist, dass diese Gebühr auch für bestehende Kunden eingeführt wird. Dass man den Kunden während der Vertragslaufzeit plötzlich zusätzliche Gebühren verrechnet – und damit die Konditionen ändert –, ist eine Frechheit. Orange teilt auf Anfrage mit, die Kunden hätten kein Sonderkündigungsrecht. Wer weiterhin eine Papierrechnung möchte, sollte dennoch von Orange verlangen, dass diese zu den bisherigen Konditionen – also gratis – angeboten wird. Sollte Orange dazu nicht bereit sein, kann man versuchen, über die Schlichtungsstelle für Telekommunikation – Ombudscom – etwas zu erreichen.
Interessant: In Österreich hat ein Mobilfunk-Anbieter ebenfalls eine Gebühr für Papierrechnung eingeführt, doch ein Gericht hat diese Gebühr verboten.
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