In die 3. Säule einzahlen und Steuern sparen

Martin Scherrer,
Bankenexperte
bei comparis.ch
Donnerstag, 8. Dezember 2011 - Geld
Bis Weihnachten sind es nur noch wenige Wochen. Wer in diesem Jahr noch nicht auf sein 3. Säulekonto eingezahlt hat, sollte das möglichst bald tun. Denn nur wer noch bis Ende Jahr einzahlt, profitiert von einem Steuerbonus für die laufende Steuerperiode. Damit die Bank das Geld rechtzeitig dem Konto gutschreiben kann, sollte die Überweisung bis Mitte Dezember erfolgen.
Dritte-Säule-Konti bringen gleich mehrere Steuervorteile mit sich: die Einzahlung auf ein Säule 3a-Konto darf man im Rahmen des gesetzlich festgelegten Höchstbetrages vollumfänglich von den Steuern abziehen. Angestellte können dieses Jahr 6'682 Franken einzahlen. Für Selbstständige ohne Pensionskasse liegt die Grenze bei maximal 20 Prozent des Nettoeinkommens, höchstens jedoch 33‘408 Franken. Das Guthaben der dritten Säule muss nicht versteuert werden und auch die Zinsen sind steuerfrei.
Ein weiterer Vorteil des 3.-Säule-Sparens ist der sogenannte Zinseszinseffekt: Wer bereits in jungen Jahren Geld in die 3. Säule investiert, hat aus diesem Grund im Rentenalter ein ansehnliches Vermögen angespart – und erst noch weniger Steuern bezahlt. Immerhin beträgt das angesparte 3.-Säulekapital im Idealfall mit 65 Jahren fast 450 000 Franken. Da die Zinsunterschiede bei den verschiedenen Anbietern sehr gross sind, lohnt es sich, deren Angebote gut zu vergleichen. Denn wer einen tiefen Zins für sein Guthaben erhält, bekommt am Schluss zehntausende Franken weniger.
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