Extremsportler brauchen eine gute Versicherung
Montag, 27. Juni 2011 - Krankenkasse
Bungee-Jumpen, Downhill-Biken oder Freeclimben: Das Repertoire an Extremsportarten ist vielfältig und die Schweizer Topografie bietet besonders jetzt im Sommer unzählige Möglichkeiten sich sportlich auszutoben.
Sportler, allen voran Extremsportler, sollten richtig versichert sein. Dazu gehört die Privathaftpflichtversicherung, die für Schäden gerade steht, welche Dritten zugefügt werden. Ohne diesen Versicherungsschutz kann der Unfallverursacher in den finanziellen Ruin getrieben werden. Denn Operations- und Rehabilitationskosten oder ein möglicher Erwerbsausfall des Opfers kommen einen oft teuer zu stehen.
Den eigenen Schaden übernimmt die obligatorische Unfallversicherung. Diese zahlt nicht nur die Heilungskosten, sondern schützt auch vor den wirtschaftlichen Folgen eines Selbstunfalls. Angestellte mit einem Wochenpensum von mindestens 8 Stunden sind via Arbeitgeber auch bei Nichtbetriebsunfällen ausreichend versichert. Wer pro Woche hingegen keine 8 Stunden beim selben Arbeitgeber arbeitet oder nicht erwerbstätig ist, muss sich bei der Krankenkasse gegen Unfälle versichern.
Unter Umständen müssen Extremsportler mit einer reduzierten Versicherungsleistung rechnen. Denn wer «Wagnisse», wie es im Unfallversicherungsgesetz heisst, eingeht, riskiert eine 50-prozentige Leistungskürzung. Zu den «Wagnissen» zählt etwa die Teilnahme an Boxwettkämpfen, Motocross-Veranstaltungen oder an Downhill-Rennen mit Mountainbikes. Auch Kletterer, Bergsteiger oder Gleitschirmflieger riskieren eine Leistungskürzung, wenn sie die üblichen Sicherheitsvorkehrungen in «schwerwiegender Weise» missachten. Wer also nach dem Motto «no risk no fun» lebt, sollte sich um einen zusätzlichen Unfallversicherungsschutz kümmern.
Archiv

Richard Eisler,
Geschäftsführer
comparis.ch