Autoversicherung: Treue lohnt sich nicht

Montag, 23. August 2010 - Auto

Für viele Autoversicherungen ist Ende September der Stichtag: Bis dann kann die aktuelle Police gekündigt werden. Eine Auswertung von comparis.ch zeigt, dass wer vor einigen Jahren eine Autoversicherung abgeschlossen hat, nun mit einem Wechsel bares Geld sparen kann: Wer im Jahr 2007 bei einer Versicherung abgeschlossen hat, die preislich im Mittelfeld lag, bezahlt im Schnitt knapp 500 Franken oder 55 Prozent mehr, als wenn er heute bei der günstigsten Versicherung abschliessen würde.

Der Betrag, der mit einem Wechsel gespart werden kann, wird noch grösser, wenn man die Prämienvergleiche betrachtet, die eine Vollkaskodeckung einschliessen. Über 620 Franken oder knapp 60 Prozent mehr als die aktuell günstigste Prämie zahlt ein Lenker bei der Vollkaskoversicherung, wenn er im Jahr 2007 bei einer preislich durchschnittlichen Autoversicherung abgeschlossen hat.

Damit die Konsumenten aber von dieser Entwicklung profitieren können, müssen sie die Versicherung wechseln. Wer bei seinem Angebot bleibt, zahlt weiterhin die Prämie basierend auf der Tarifberechnung von vor drei Jahren.

Nur ein geringer Anteil der Versicherten dürfte diese Sparmöglichkeit nutzen. Denn eine repräsentative Umfrage von comparis.ch hat zu Beginn dieses Jahres gezeigt, dass lediglich 7 Prozent der Autofahrer im letzten Jahr die Versicherungsgesellschaft gewechselt haben.

In jedem Fall lohnt es sich, jetzt nicht nur die Autoversicherungsprämien zu vergleichen, sondern auch bei einem Neuabschluss auf einen Einjahresvertrag oder ein jährliches Kündigungsrecht zu bestehen. So bleibt man auch in Zukunft flexibel und kann bei sinkenden Prämien jederzeit wechseln.

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Richard Eisler,
Geschäftsführer
comparis.ch